VulvaKarzinom-SHG e.V. Homepage - Krebsmagazin.de Ausgabe Februar 2009
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    Vulvakarzinom Selbsthilfegruppe e.V.


    Februar 2009



    Das Aquarell spiegelt sehr real die Gefühle der
    Mitglieder der Selbsthilfegruppe wieder:

    • Was tun?!
    • Einsamkeit
    • Angst
    • Ratlosigkeit
    • Scham

    Das Bild ist das Logo der Vulvakarzinom Selbsthilfegruppe
    e.V. und hat seine eigene Geschichte.
    Entstanden ist „die Lady in blue”, in der Zeit als die
    Künstlerin ihre Diagnose erhielt.






    Betroffene Frauen haben oft eine lange Odysée hinter sich, bevor sie von der Existenz einer Selbsthilfegruppe erfahren. Das will Enzia Selka und Ihr Team durch die Gründung neuer Reginoalgruppen ihrer Selbsthilfegruppe Vulvakarzinom e.V. ändern. Schon jetzt ist der gemeinnützige Verein in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Oberfranken und Nordrhein-Westfalen aktiv. Doch auch in Hamburg, Frankfurt, Heidelberg, München, Oldenburg, Erlangen oder der Euregio-Region werden neue Regionalgruppen gegründet. Überall ist Sie und Ihr Team aktiv um das Tabuthema Vulvakarzinom, endlich aus der Tabuzone zu holen und Betroffenen Rat und Austausch bieten zu können.
















    Die Abbildung zeigt die altersspezifischen Neuerkrankungszahlen für das Vulvakarzinom. Mit steigendem Alter steigen auch die Erkrankungszahlen stark an.

    Quelle: Krebsregister Schleswig-Holstein.





    In Deutschland erkranken jährlich etwa 2.000 bis 2.700 Frauen neu an einem Vulvakarzinom. Hinter dem Begriff verbergen sich verschiedene Krebsarten, bei der zumeist die äußeren Geschlechtsorgane der Frau betroffen sind. Häufig betroffen sind die großen Schamlippen, seltener auch die kleinen Schamlippen oder die Klitorisregion. Im Gespräch mit Betroffenen wird klar, das viele Frauen zunächst wegen einer Pilzerkrankung behandelt werden, da sich noch immer viele Frauenärzte nicht mit dem Vulvakarzinom genügend auskennen. Hierdurch gehe wertvolle Zeit zur Therapie der Erkrankung verloren.



    Beim Vulvakrebs geht es im schlimmsten Fall, also bei zu später Diagnose oder falscher Therapie, um den Verlust des kompletten äußeren Genitals und der Fähigkeit Sexualität auszuüben. Es gilt, jede Frau individuell zu operieren, um eine unnötige Genitalverstümmelung zu vermeiden!


    Da die Erkrankung zu den selteneren Krebserkrankungen zählt und Erkrankte vor allem anonym bleiben möchte, bietet die Vulvakarzinom Selbsthilfegruppe eine beeindruckende Dialogmöglichkeit über das Internet an. Nach einer vorherigen Registrierung zum Schutz der anderen Forumteilnehmerinnen ist es möglich für Betroffene rund um die Uhr unter Wahrung ihrer Anonymität mit anderen Erfahrungen auszutauschen und Tipps im Umgang und Erleben mit der Erkrankung zu erhalten. Unterstützt wird die Selbsthilfegruppe durch einen medizinischen Fachbeirat.


    Weiter stellt die Vulvakarzinom Selbsthilfe Informationen zur Verfügung und bietet Antworten auf dringende Anliegen von Erkrankten durch Ärzte und Psychologen. Durch den Austausch untereinander bietet sich darüber hinaus die Möglichkeit Ängste und Unsicherheiten abzubauen.

    Abdruck mit freundlicher Genehmigung
    Christoph Hambrügge,
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